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Arrivé en Martinique – Die erste Woche

25. Juli

Vor zwei Tagen sind wir angekommen und wie erwartet und angekündigt kann man die Luft gefühlt schneiden!
Der Flug war wirklich lang und irgendwie unheimlich; man muss großes Vertrauen in die Technik haben.

Am Flughafen angekommen haben wir zuerst den Mietwagen abgeholt – abernteuerliche Sache. Die nette Dame am Schalter sprach so gut wie kein Wort Englisch, und für ergänzende vertragliche Einzelheiten, eines Mietwagenvertrages fehlen mir nun wirklich die Französisch-Kenntnisse 😉 Wenigstens haben wir jetzt ein Auto, was ich dazu gebucht habe, bzw. was das Zugebuchte kostet sehe ich dann nächsten Monat auf meiner Kreditkartenabrechnung…

Die Fahrt zur Ferienwohnung war abenteuerlich aber wir haben es nach Einbruch der Dunkelheit (die wirklich schnell und pünktlich um kurz vor Sieben kommt) geschafft.
Die Ferienwohnung ist klasse. Klimaanlage (hilft beim Einschlafen) und ein traumhafter Blick von der Terrasse auf die komplette Bucht von Les anses d’arlet. Wir sind im Paradies angekommen.

Blick von der Terrasse Blick von der Terrasse

Am Abend sieht das Ganze dann so aus: Sonnenuntergang direkt vor unserer Terrasse.
Die Bilder sind mit Mels Ipad gemacht, also fühlt euch verappled 😉

Martinique-Sonnenuntergang Martinique-Sonnenuntergang

Am ersten Morgen begrüßte mich gleich ein Kolibri von einem Baum direkt vor unserer Terrasse. Des Weiteren lebt ein riesengroßes Opossum auf dem selben Baum, was mir ein bisschen Angst macht. Aber bis jetzt fanden keinen nennenswerten Übergriffe statt 😉
Vielleicht ist es ja auch ganz nett, aber es sieht definitiv nicht so aus!

Kolibri Kolibri

 

Nachtrag:
Schnorcheln waren wir gestern auch schon. Die Masken von Decathlon sind wirklich Klasse! Ironman and Ironwoman machen das karibische Meer unsicher.

Aquarium Aquarium

Ironwoman Ironwoman

 

26.Juli

Gestern waren wir beim „Rocher du Diamant“, einem riesigen Felsen vor der Süd-West-Küste von Martinique, den die Briten 1804 als Verteidigungsanlage besetzt hatten. Er liegt pittoresk vor der Küste mit traumhaftem Strand am Palmenwald und wird bei entsprechenden Lichtverhältnissen draußen im karibischen Meer von der Sonne angestrahlt.

Rocher du Diamant Rocher du Diamant

Wir hatten etwas tropischen Regen und Wind, der in Deutschland wahrscheinlich zu landesweiten Sturmnwarnungen führen würde. Hier sind die Kreolen aber völlig entspannt. Das verwunderliche ist, dass weder die Sonnenschirme in den kleinen urigen Bars am Strand, noch die Aschenbecher, die aus halben Kokusnusschalen bestehen, um- bzw. weggeweht wurden. Ich weiß nicht wie die das machen, aber irgendwas ist da faul. Ein Einheimischer neben uns am Tisch hat sich bei dem Wind seelenruhig eine Zigarette angemacht und es funktionierte – gleich beim ersten Versuch…
Abends bin ich erneut auf Kolibri-Jagd gegangen und habe noch eine kleinere Art entdeckt, die nur ca. 7 Zentimeter groß ist. Spannende kleine Gesellen, die ich unbedingt noch beim Nektarsaugen an einer Blüte fotografieren will.
Abends hatte das einzige wirkliche Restaurant im Ort wieder mal geschlossen – den dritten Tag in Folge! Ich ignoriere ab jetzt Schilder mit der Aufschrift: ‚ouvert 7/7 19-22 heure‘ Diese werden von den Eingeborenen wahrscheinlich nur aufgestellt, damit ahnungslose end-dreißiger Touristen den beschwerlichen Weg zur Promenade umsonst gehen müssen, um überschüssige Energie loszuwerden.
Also sind wir mit dem 3 PS Mietwagen die 25% Steigung vom Ferienhaus wieder runter gerollt und in den nächsten Ort gefahren, wo wir ein richtig schönes Restaurant/Bar/Lounge gefunden haben. Prost!

Heute war Strandtag mit viel Geschnorchel und frischem Thunfisch vom Strand-Grill – Erwähnte ich, dass wir in der Karibik sind? 😉
Allerdings sieht mein Rüchen auch so aus, als wäre er kurz aber intensiv auf dem Grill gewesen. Ab jetzt beim Schnorcheln immmer das UV-Shirt an!
Sonntags ist übrigens ‚Love-Parade on the Beach‘ in Les anses d’arlet. Die Einheimischen heizen dem Strandpublikum ordentlich mit Dancehall-Musik ein – Ich habe zu Mels Belustigung getanzt. Man muss sich die bessere Hälfte ja bei Laune halten 😉

 

27. Juli

Gestern Abend haben wir den Tipp umgesetzt, den ich im Vorfeld beim Online-Poker von einem Mitspieler aus Martinique bekommen hatte und sind im benachbarten Grand Anse in das Strandrestaurant ‚Ti Sable‘ gefahren. Ein klasse Abend mit Livemusik und riesigem Barbecue zusammen mit ca. 200 anderen Gästen. So stellt man sich gehobenen Genuss in der Karibik vor!

Ti Sable Ti Sable (Handyqualität…

 

Tagesziel heute: Die schrecklich volle und in dieser Hinsicht absolut französische N1 in Richtung der Hauptstadt Fort de France befahren und kurz hinter dem karibischen Moloch den wunderschönen Jardin de Balata besuchen. Es handelt sich hierbei um den (angeblich) schönsten botanischen Garten der Karibik, der mit unzähligen verschiedenen Palmen- und anderen Pflanzenarten aufwarten kann.

Wir wurden nicht enttäuscht! Ein sehr schön angelegter und weitläufiger Park, der einen Wipfelgang und kleine Seen beherbergt. Nach ca. 1,5 Stunden ist man durch (geschwitzt).

Das, für mich, Beste daran waren die unzäligen Kolibris an den Futterstationen im Eingangsbereich, die sich bereitwillig haben fotografieren lassen. Nach ca. 200 Fotos im Serienbildmodus waren so einige wirklich gute dabei, soweit sich das ohne PC beurteilen lässt.

Danach haben wir im an den Garten angeschlossenen Restaurant „la luciole“ ein typisch kreolisches Mittagessen genossen. Das Beste was wir bis jetzt auf Martinique zwischen die Beißer bekommen haben! Daumen hoch, der Rest war bis jetzt ja auch schon gut.

Den Abend haben wir mit einer sehr sehr netten Flasche weißem Rum, Cola, Eiswürfeln und Limetten auf unserer Terrasse ausklingen lassen. Danach hieß es für die Pirates of the Caribbean gute Nacht!

Rhum blache Rhum blache

 

28. Juli

Heute ging es recht früh los zur Fähre nach Fort de France. Es empfielt sich die Hauptstadt auf dem Seeweg anzusteuern, da Parkplätze dort rar sind und der schon erwähnte Verkehr so umgangen wird.

Über die Hauptstadt kann man nicht viel Positives schreiben. Direkt am ’schönsten‘ Platz der Stadt, der vor einigen Jahren mit 22 Millionen Euro EU Geldern angelegt wurde war alles voller Bausttellen und auch sonst ist die Stadt nicht wirklich sehenswert. Die Schoelcher Bibliothek ist ganz nett und auch der Farbenfrohe Markt im Zentrum unterhält einen für kurze Zeit, aber alles in allem mussten wir dem Reiseführer wiedersprechen.

Auf dem Rückweg haben wir am Anleger in Pointe du Bout für Sonntag eine Bootstour gebucht, bei der wir Delfine sehen werden und in ein wunderschönes Schnorchelgebiet fahren. Wir freuen uns schon riesig darauf. Mit den Delfinen schwimmen werden wir nicht, da auf Martinique großer Wert auf den Schutz dieser intelligenten Gesellen gelegt wird, was natürlich mehr als begrüßenswert ist.

 

29. Juli

Vom heutigen Tage gibt es nichts Großartiges zu berichten. Wir sind im Heimathafen geblieben und haben den Vormittag auf der Terrasse gechillt.

Hinzu kam, dass die vierte Etappe der „Tour des Yoles Rondes 2015“ heute Vormittag an Les anses d’arlet vorbeigefahren kam und wir dieses Spektakel von unserer Terrasse wunderbar beobachten konnten. Flankiert wurde die Regatta von lauten Partyschiffen, die für Stimmung gesorgt haben.

Am frühen Nachmittag waren wir am Strand und haben im warmen Regen einen eiskalten frisch gepressten Fruchtcocktail getrunken… Während ich das schreibe läuft im Hintergrund übrigens Jack Johnson… shot – reverse – shot… was ich dringend als Hintergrundmusik für diesem Blog empfehlen kann! 😉

Später waren wir einkaufen für unseren karibischen Labskaus aus Süßkartoffeln, Möhren und Thunfisch. Lecker!
Auf dem Rückweg vom Einkaufen wurden wir von lauten ‚MONSIEUR, MONSIEUR…‘ rufen gestoppt. Also Fenster runter und freundlich gefragt wie man den zwei Damen helfen könne. ‚les anses d’arlet?!?‘ wurde gefragt; da wohnen wir, also meine Antwort: ‚Just follow us!‘. Dame eins sagte: Merci, Dame zwei stieg mit ihren Einkäufen hinten bei uns ein 😉 So läuft das hier. Es wird viel getrampt.

Jetzt sind wir bei der jungen Dame eingaladen, die nicht weit von unserem ein Haus am Strand hat, welches sie mit ihrem Vater bewohnt und bei dem ein Statue vor der Tür steht. Mehr konnten wir bei der halbstündigen Fahrt aufgrund von Verständigungsproblemen nicht heraus bekommen. Es ist auch möglich, dass wir gar nicht eingeladen sind, so ganz habe ich nicht Alles verstanden. Aber ich finde das wäre das Mindeste! Da uns bei dem Besuch jedoch sowieso nach kurzer Zeit die Gesprächsthemen ausgehen würden, ist das Ganze at acta gelegt…

Tour des Yoles Rondes 2015 Tour des Yoles Rondes 2015

 

30. Juli

Raus ins Grüne!

Heute führte uns unsere Entdeckerlust auf die Ostseite von Martinique, genauer: auf die Halbinsel ‚Presqu’île de la Caravelle‘ die ein großes Naturschutzgebiet, aber auch Strände und Mangrovenwälder zu bieten hat.
Erster Anlaufpunkt war die Ruine des alten Herrenhauses ‚Chateau Dubuc‘, das man besichtigen kann. Eigentlich! Wenn Mel und Gunnar kommen, hat natürlich nur der Souvenirshop und der Kiosk geöffnet. Aber immerhin etwas…
Direkt vor der geschlossenen Ruine des Herrenhauses geht es über einen Wanderweg abwärts zu den Mangrovenwäldern an der Küste der Halbinsel.
Wir waren mit FlipFlops bestens für einen Abstieg gerüstet und konnten uns an dichtem Dschungel mit Kokospalmen und riesigen in Löchern lebenden Krabben erfreuen. Von der Martinique-Vogelspinne und dem Goliathkäfer war mal wieder weit und breit nichts zu sehen.

Vom Rande des Steges, der durch das Sumpfgebiet führte, winkten uns mit ihren mutierten linken Scheren die Winkerkrabben zu. Angeber! Und wenn man sich dann für ein professionelles Modelshooting nähert, rennen sie weg wie kleine Mädchen!

An der Küste erreichten wir dann den dichten Mangrovenwald. Das ist sehr beeindruckend, zumindest wenn man es zum ersten Mal sieht.
Und dann ging der tropische Regen los! Der Regenschutz meines Fotorucksackes und die Regencapes wurden auf eine erste Probe gestellt. Und beide haben sie bestanden.

Mangroven-Mel Mangroven-Mel

Also machten wir uns auf den Rückweg.
Die Fahrt nach Hause sollte über Le Francois mit seinen weißen Sandbänken gehen, um dort noch gemütlich etwas zu trinken.
Aber entweder lag es am Wetter oder wir waren zu blöd, aber von diesen Sandbänken haben wir keine Spur entdecken können…

Also weiter nach Le Vauclin, wo es an der raueren Küste Martiniques ein kleines Surferparadies gibt. Die Zufahrtsstraße war irgendwie nicht so paradiesisch und wenn es nach den Bestimmungen unseres Mietwagenvertrages geht, sind solche Straßen eigentlich für uns verboten! Hätten wir uns nur daran gehalten. Der Gestank der uns auf halber Strecke entgegenkam, erinnerte eher an die Hölle als an das Paradies. Verfaulte Eier mit schwefeliger Note – Hier surft der Satan persönlich 😉
Scheint ein kleines Algenproblem in dem Örtchen zu geben; Algen, die herrlich in der Sonne gammeln. Also auch hier für uns nichts zu trinken.

Ausweg: Saft vom Supermarkt, damit die einsetzende Dehydration nicht noch schlimmer wird. Ich rate an dieser Stelle dringend von Aniswasser ab! Klingt eigentlich schon nicht gut und ist es auch nicht. Riecht beim Öffnen wie Pernod und schmeckt wie… …Wasser mit leichter Anisnote. Pfui Teufel!!!
Auf dem Rückweg setzte sinnflutartiger Regen ein, der auch bis wir zu Hause waren nicht aufhören wollte.
Die Straßen hier haben alle eine sehr breite Ablaufrinne am Rand. Wenn man solchen Regen erlebt hat, wird einem auch klar warum.

Lichtblick: Das ominöse Restaurant vor unserer Auffahrt zum Ferienhaus hatte geöffnet. Es gab Muscheln mit Pommes und als Vorspreise frittierte kreolische Bällchen aus Tintenfisch und Muscheln. Lecker!
Als Aperitiv hatten wir unseren ersten Ti-Punch (Ti=petit=klein), DAS Getränk auf Martinique. Bestehend aus Rum, Rohrzuckersirup, Limettensaft und einer Limettenscheibe. Wenn man Glück hat noch Eis. Wir hatten kein Glück. Schmeckte aber trotzdem vorzüglich und ging direkt in den Kopf. Kleine Anmerkung: Ob mit, oder ohne Eis ist tatsächlich kein Qualitätsmerkmal. Ein Spruch auf Martinique besagt: ‚Chacun prépare sa propre mort!‘ – Jeder bereitet sich seinen eigenen Tod zu.

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