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La dernière semaine au paradis… – Die dritte Woche

7. August

Die letzte Woche hat begonnen!

Nach der strapaziösen Tour am gestrigen Tag haben wir die Karibik heute wieder von der Terrasse aus genossen. Bei dem Ausblick ist das aber völlig in Ordnung!

Kurz vor Sonnenuntergang (18:45 Uhr) sind wir dann zum Schlendern und Essen an die kleine Promenade unseres beschaulichen Ortes gegangen. Postkarten eingesteckt, Fotos gemacht und dann lecker essen. Und da war es wieder, unser kleines Problem mit La L’ittoral. GESCHLOSSEN! Das kapier mal einer am Freitag Abend…

Auf dem langen Steg in Les anses d'arlet Auf dem langen Steg in Les anses d’arlet

 

Also ab zu ‚Chez Ludger‘ unserer karibischen Pizzeria vom ersten Abend. Plastikmöbelambiente, undichtes Dach und zwei Bedienungen, die sich zanken wie die Kampfhähne. Oder Hühner. (Es gibt übrigens wirklich noch viele offizielle Hahnenkämpfe auf Martinique, die von der französischen Regierung als Kulturgut geduldet werden)
Die Pizza war wie immer lecker, der Ti Punch schmeckte wie ein Schlag an den Hals, aber das Bier war eiskalt und damit sehr erfrischend.
Auf dem Rückweg kommen wir direkt am L’ittoral vorbei: GEÖFFNET!!! Was bitte soll das? Der Typ will uns ärgern, glaube ich. Immerhin kostet die Pizza nur die Hälfte von den Menüpreisen im Restaurant also alles richtig gemacht 😉

Morgen geht es nochmal in Richtung Süden. Glasboot fahren oder so, wir sind noch unschlüssig.

Gute Nacht! Gute Nacht!

 

8. August

Heute hat es uns noch einmal nach Pointe du Bout verschlagen. Zum Einen um endlich mal in der Coco-Bar einen Drink zu nehmen und uns anschließend am Strand in der Sonne zu aalen, zum Anderen, um noch einmal das Jet-Ski Angebot auszuloten.
Der Drink hat gemundet; allerdings ist die Coco-Bar nicht ansatzweise so exklusiv wie es den Anschein machte. Cola-Zero aus Plastikbechern und Personal, das Mel sofort ‚SCHULUNG‘ schreien lässt. Man sollte sich also einen halben Tag Zeit nehmen für den erwähnten Drink, oder wenigstens für die Bestellung des Selbigen… 😉

Der Strand ist wirklich schön mit Blick auf die Hauptstadt und direkt vor einem dem Verfall verschriebenen riesigen Hotelrohbau, der größtenteils von einem dichten Palmenhain verdeckt wird. Im riesigen Foyer im Erdgeschoss fahren die hiesigen Jugendlichen Skateboard, oder hängen dort einfach nur ab.

Hotelruine Hotelruine

Das Jet-Ski Angbot entpuppte sich bei näherer Betrachtung als Flop, somit fällt die Geschichte ich in diesem Urlaub aus. Wen wunderts!

Was dem Vechtaer Assi seine große Straße ist, sind hier in Martinique vielfach ebenfalls die ‚großen‘ Straßen, aber auch die strandnahen Wasserwege werden von kleinen Booten mit lauter Bumm-Bumm Musik infiltriert. Da Tieferlegen dort eher kontraproduktiv ist, sehen sie auf den ersten Blick ganz normal aus, bis die Musik den Strand erreicht. Eines dieser Boote hat sogar die klitzekleine Bucht durchfahren in der wir am Strand lagen. Es wird wohl eine Zeit dauern die vielen Schnorchler wieder aus der Schiffsschraube zu pulen 😉

 

Partyboot Partyboot

Erwähnung finden muss hier noch unbedingt der große gebührenfreie Parkplatz in Pointe du Bout, der anderwo als Offroad-Teststrecke dienen und normalen Autos mit Straßenzulassung verweigert wäre.
Im größten Schlagloch war es am Boden 4 Grad kälter und dauerhaft schattig. Und genau DA war noch was frei für unseren tapferen kleinen KIA Picanto. Selbst ein VW Amarok hatte so seine Probleme beim Parken. Improve your driving-skills on Martinique!!!

Für heute Abend ist wieder ein Tisch im Ti Sable für uns reserviert, die Bestellung klappte schon viel besser als beim letzten Mal.
Auch im ‚Le Petibonum‘ im Örtchen Carbet haben wir für Montag Abend reserviert, hier kocht der ‚Chef in Hotpants‘, den wir aus dem Fernsehen kennen, leckere kreolische Spezialitäten aus blauem Flusskrebs, der in Martinique gezüchtet wird.

Wirklich verrückt ist der Sonnenuntergang auf Martinique. Sobald die Sonne den Horizont erreicht hat, dauert es allerhöchstens zwei Minuten, dann ist sie komplett im Meer verschwunden. Hallo Äquator! Davon werde ich noch ein Video in Echtzeit machen.

 

9. August

Wir waren faul! Keine besonderen Vorkommnisse… 😉

Sonnenuntergang am Diamant Sonnenuntergang am Diamant

 

10. August

Für Mel begann der heutige Tag sehr christlich. Um 6:00 Uhr wurde sie vom sanften aber ernergischen Glockengeläut der hiesigen, pittoresken Kirche geweckt. Vielen Dank auch an dieser Stelle an die erfolgreichen französischen Missionare!
Meine Wenigkeit wurde zwei Stunden später durch lautes Anschiedsgeplänkel von gegenüber geweckt. Au revoir et bla bla bla… Tschö mit Ö und ab dafür hätte es doch auch getan um diese Uhrzeit!
Auf der Terrasse wurden wir dann aber mit strahlender Sonne und 26 Grad Guten-Morgen-Temperatur entschädigt. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter. Die nette Bedienung aus dem Ti Sable teilte uns vorgestern mit, dass das Wetter im Moment eher nicht zur momentanen Regenzeit passt. Sehr schön!

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir dann aufgebrochen zu einem unserer bisher schönsten Tage hier auf Martinique.
Erstes Etappenziel war das auf dem Weg liegende Restaurant am Jardin du Balata, wo wir erneut nicht enttäuscht wurden und ein hervorragendes Mittagessen genossen haben.
Von dort aus ging es weiter in den Norden an den Fuß des Vulkans Mont Pelée. Den Weg kannten wir größtenteils schon von unserer Tour mit Eric in den Regenwald.
Nach unkomplizierter Suche kamen wir an den ‚Gorges de la Falaise‘ an.

Am Eingang prasselte eine französische Erklärung der Tour durch die Schlucht auf uns ein, von der wir kein einziges Wort verstehen konnten. Mel intervenierte und wurde sehr bestimmt darauf hingewiesen, dass WIR jetzt Pause haben und zuhören sollen. Beim zweiten Versuch verstand der nette Herr, dass wir ihn nicht verstehen und sofort prasselte die Erklärung in semiverständlichem Englisch auf uns ein. Wir unterbrachen nicht nochmal. Alles Verstanden? Oui Monsieur!!! 😉
Also Badebuchse und Bikini an, wasserdichte Kamera in die Hosentasche und Autoschlüssel abgeben. Das heißt, ich sollte ihn selber an einen Nagel zu den 15 anderen Schlüsseln hängen, womit man dort sicherstellt, dass er nicht entwendet wird. Hä?!?
Mit den geliehenen Badeschuhen (Fußpilz ahoi!) ging es 50 Meter über einen SEHR abenteuerlichen Abstieg nach unten in die Schlucht durch den beeindruckenden Regenwald. Der Verkauf vorgedruckter Testamente am Eingang wäre meines Erachtens eine Goldmiene!

Gorges de la Falaise Gorges de la Falaise

Wohlbehalten unten angekommen, wartete unser einsprachiger Guide auf uns, der mit Händen und Füßen gestikulierte, wir sollen irgendwo für unbestimmte Zeit auf ihn warten. Irgendwann kam er dann auch und los ging es.

Durch die Schlucht Durch die Schlucht

Es war eine grandiose Tour, durch die zwei Meter breite und 50 Meter hohe Schlucht. Wir mussten teilweise durch das eiskalte Wasser schwimmen oder an den Felsen entlangklettern. An manchen Stellen waren Leitern aufgestellt, die die Sache etwas erleichtern sollten.
Die Schwimmschuhe hatten leider Löcher, bzw um die geliehenen Löcher war ein bisschen Schwimmschuh ;-), so dass ständig Steine an den Füßen scheuerten, was die Sache wieder etwas erschwerte.
Am Ende der Schlucht angekommen wartete ein brüllender Wasserfall auf uns, der mit mächtig Kraft die Felswand herunter donnerte. Einfach fantastisch!

Das Ziel Das Ziel

Geballte Kraft des Wassers Geballte Kraft des Wassers

Zurück durften wir dann teilweise ins kalte Nass springen, wo wir auf dem Hinweg die Leitern benutzt hatten.
Unser Guide versuchte übrigens die ganze Tour über möglichst den Wasserkontakt zu vermeiden. Trotz seines Neoprenanzuges quikte er zwischendurch wegen des kalten Wassers. Profi! Er hat seine Sache aber ganz hervorragend gemacht, Fotos von uns geschossen und uns unbschadet hin und zurück gebracht. Vielen Dank.

Beim Aufstieg haben wir uns dann Zeit gelassen, da es auch unten keine Testamentvordrucke zu erwerben gab 😉

Da uns noch sehr viel Zeit bis zum Abendessen im ‚Le Petibonum‘ blieb, stellte sich die Frage: Was nun? Den Reiseführer hatten wir vergessen (#grummel!) weshalb wir uns auf gut Glück in Richtung Saint Pierre begaben, wo es ein Museum über den verheerenden Vulkanausbruch des Mont Pelée Anfang des 20. Jahrhunderts gibt. Dort kann man unter Anderem die Gefängniszelle der damaligen Polizeistation besichtigen, in dem ein Kneipenschläger einsaß und dadurch als einziger die Katastrophe überlebt hat.

Im ersten kleinen Lokal gab es ein Bier und die Aufgabe die Adresse des Museums herauszubekommen. Eine Erklärung folgte promt, aber mal wieder viel zu schnell mit viel zuviel Französisch. Manchmal beschleicht einen der Eindruck, dass die Franzosen denken, wenn sie schnell sprechen versteht der kleine Deutsche sie besser. An dieser Stelle sei allen Franzosen gesagt: FALSCH!
Aber ‚gauche, droite – droite‘ hatten wir verstanden, sowie irgendwas mit Apotheke. Nach zweimaliger Umrundung der Altstadt haben wir es dann mit trial & error versucht und kamen da an, wo wir beim ersten Mal auch schon vorbeigefaren waren. No Comment!

Das Museum hatte geöffnet, noch schnell aufs öffentliche Klo – das Bier lief durch – und das Museum hatte geschlossen! Manchmal glaube ich wirklich, wir haben schlechtes Karma… 😉

Dann also direkten Weges nach Carbet, wo Kolumbus seinerzeit seinen ersten Fuß auf die Insel gesetzt hat und auch unser Tisch im Le Petibonum vorbestellt war.

Le Petitbonum - Strandlage Le Petibonum – Strandlage

Das Restaurant liegt direkt am dunklen Sandstrand und ist wirklich gemütlich. Der ‚Chef in Hotpants‘, den wir aus der Mare-TV Episode über Martinique kennen, war auch da und so haben wir ein sehr ausgiebiges und langgestrecktes Abendessen genossen. Super!

Das letzte Licht des Tages Das letzte Licht des Tages

Diese Adresse sei jedem Martinique-Reisenden hiermit empfohlen.

Wunderschönes Ambiente Wunderschönes Ambiente

Zum Abschied sind wir an der offenen Küche vorbei und haben uns bei Guy Ferdinande, so heißt der Koch und Inhaber mit bürgerlichem Namen, verabschiedet.
So einfach hat er uns dann aber nicht gehen lassen. Wir müssten unbedingt einen hervorragenden edlen Rum probieren, worauf er eine frische Flasche entkorkt und eingeschenkt hat. Vorher gab es zur Geschmacksverstärkung ein Stück dunkle Martinique-Schokolade. Der Rum war klasse, und nach dem Foto mit ihm und Mel, fragte er erst, ob Mel noch eine Schwester habe (er wäre noch nicht vergeben), wünschte uns weiterhin einen schönen Urlaub und schenkte uns dann die Flasche edlen Rum. WOW!
Vielen vielen Dank Guy.

Der Chef in Hotpants - man verzeihe mir den Fehlfokus Der Chef in Hotpants – man verzeihe mir den Fehlfokus

Was für ein schöner Tag! Wir sagen glücklich und vor Allem satt gute Nacht.

 

11. August

REGEN! Da ist sie, die Regenzeit. Heute hat es teilweise wie aus Eimern geregnet mit abendlichen Gewittern am Horizont.

Kolibri im Regen Kolibri im Regen

Wir waren einkaufen, um uns zu dem Rum, den wir gestern geschenkt bekommen haben, die passende dunkle Martinique-Schokolade zu besorgen. Eine kurze Recherche ergab, unglaublicher Weise, dass die Flasche Rum, die der ‚Chef in Hotpants‘ gerstern an uns verschenkt hat, über hundert Euro kostet… Bingo!!

Edles Tröpfchen Edles Tröpfchen

Jetzt sitzen wir nach einem leckeren Mahl im L’ittoral auf der Terrasse, lauschen den Grillen, die so laut sind, dass man denken könnte, der Vulkanausbruch war eigentlich ein schwerer Reaktorunfall, in dessen Folge Grillen auf die Größe von Ratten mutiert sind, essen die leckere dunkle Schoki und genießen jeden kleinen Schluck des erlesenen Rums.
Bald geht es schon wieder nach Hause, aber wir freuen uns auch schon ein Bisschen auf die Heimat (und den Spießbraten auf dem Stoppelmarkt ;-).

Santé Santé

 

12. August

Der vorletzte Tag neigt sich dem Ende… Wir waren heute nochmal am Strand und haben leise adieu gesagt.

Beim Schnorcheln bin ich auf Tintenfische und kleine Muränen gestoßen. Gibt schon komische Viecher unter Wasser (haben die wahrscheinlich auch gedacht ;-))

Muräne Muräne

Tintenfisch Tintenfisch

Auf dem Weg nach Hause ist uns das diabolische Riesenopossum begegnet, hat sich aber benommen, verdaut wahrscheinlich noch die Katze von neulich Nacht…

Jetzt sitzen wir leise weinend auf der Terrasse und stellen fest, das wir Gas geben müssen, wenn wir unsere Bier- und Rumvorräte noch vernichten wollen. Das fällt dann unter Generalprobe für Stoppelmarkt-Montag!

Also in diesem Sinne: Prost Prost Kameraden…

Aquarium Aquarium

 

13. August

Fauler letzter Tag. Keine Bilder, keine Erlebnisse; einfach nur tiefenentspannt auf der Terrasse abgehangen und den letzten Tag Martinique genossen. Buch durchgelesen und ein neues für den Flug heruntergeladen.

Jetzt wird es Zeit ein letztes Mal den Sonnenuntergang zu genießen und die letzten drei Wochen rückblickend noch einmal zu feiern!

Wir werden dieses wunderschöne kleine Eiland in der Karibik vermissen. Nur nicht das Opossum, von dem ich heute Nacht einen Übergriff in der Dunkelheit erwarte.
Aber ich bin vorbereitet und werde uns nach Kräften verteidigen.

Ein letztes Essen bei der Pizzaria ‚Chez Ludger‘, die uns auch schon am Abend unserer Ankunft gut versorgt hat.
Morgen geht es mit der Triple Seven wieder über den großen Teich!

Allen, die hier fleißig mitgelesen haben, hat es hoffentlich ein wenig gefallen.

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Letzter (B)Logbucheintrag von Captain Jack Sparrow 13. August, 18:37 Uhr Ortszeit Martinique:

Au revoir Martinique et à bientôt…

 

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