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La plus belle île du monde! – Die zweite Woche

31. Juli

Heute hat es uns zum schönsten Strand der Insel ganz im Süden von Martinique verschlagen. ‚Les Grandes Anse des Salines‘ nennt sich der Strand und er wird seinem Namen gerecht. Hinter den Salinen gelegen finden trotz Nebensaison viele Einheimische und Touristen hierher.
Wegen des starken Regens gestern Abend waren relativ viele Algen in der Brandung.
Aber der Strand ist so, wie man ihn sich in der Karibik vorstellen würde. Ewig lang, viele Palmen und türkis farbenes Badewannenwasser.

Am Strand machen die üblichen Verkäufer die Runde. Mel hat sich sofort einen neuen Bikini gekauft.
Das verrückte: Selbst hier am Strand kann man bei den umherirrenden Verkäufern mit Kreditkarte bezahlen. (Nur zum Vergleich: In Dangast beim Fischrestaurant kann man nicht mal mit EC-Karte bezahlen ;-))

Eine stationäre Eisverkäuferin, die ich liebevoll ‚Mama Leone‘ getauft habe, hat alle zwei Minuten eine Ohren betäubende Glocke geläutet, wohl, um auch die Menschen auf den Nachbarinseln auf ihr vorzügliches Eis aufmerksam zu machen.
Klingelingeling hier kommt der Eiermann… Wie erkläre ich dem Arzt, wo ich mir diesen seltsamen Tinitus geholt habe?! 😉

Les Grande Anse des Salines

Les.Grandes Anse des Salines Les Grandes Anse des Salines

 

1. August

Nächtliche Vorkommnisse:

Da die Steckdose in unserem Badezimmer nur dann Strom liefert wenn das Licht brennt, wurde die elektrische Zahnbürste heute über Nacht im Schlafzimmer geladen.
Die grüne LED-Leuchte blinkte beruhigend vor sich hin, bis wir an der Zimmerdecke eine weitere grüne Leuchte entdeckten.
Synchronisiert mit dem blinken meiner Zahnbürste saß dort ein Leuchtkäferchen und flirtete ungeniert und heftig mit meinem Dentalschrubber.
Um dem armen Romeo eine herbe Enttäuschung in Form von unerwiderter Zuneigung zu ersparen, habe ich die Leuchte abgedeckt und so dem frivolen Treiben ein Ende gesetzt!

Später in der Nacht wurden wir von lauten Kampfgeräuschen geweckt. Vermutlich hat sich eine leichtsinnige Katze mit dem weiter oben erwähnten diabolischen Opossum angelegt…
R.I.P. Pussycat! 😉

Der Tag war entspannt. Kurzfassung für Anke:
– Chillen auf der Terrasse
– Strand + Schnorcheln
– Einkaufen

Jetzt fahren wir gleich ins ‚Ti Sable‘, wo ich hoffentlich gerade telefonisch einen Tisch für zwei Personen für acht Uhr bestellt habe. Vielleicht habe ich auch eine Razzia angekündigt; bei meinem Französisch ist immer Alles möglich…
Aber egal, in beiden Fällen ist gleich ein Tisch für uns frei 😉

 

2. August (Max hat Geburtstag!)
Lieber Max, alles alles Liebe zum Geburtstag wünschen aus der Karibik Mel und Gunnar Lieber Max, alles alles Liebe zum Geburtstag wünschen aus der Karibik Mel und Gunnar

 

Nachtrag: Der Tisch im Ti Sable war natürlich frei und das Essen hat hervorragend geschmeckt. Das Ambiente in diesem Restsaurant ist einfach fantastisch!!
So stellt man sich einen 28 Grad Abend am Strand in der Karibik vor. In der lauen Abendbrise flattern romantisch die dünnen Vorhänge der Separees und im Hintergrund läuft Café del Mar Musik…dazu ein leckerer Ti Punch und als Nachtisch eine flambierte Banane im Blätterteigmantel mit Schokosoße und Kokoseis…

Ti Punch Ti Punch

 

Heute ging es früh raus, da unsere Delfin- und Schnocheltour anstand. Also Sachen gepackt und ab nach Pointe du Bout zum Schiffsanleger. Typisch Deutsch: Wir waren die Ersten.

Auf der Fahrt zu den Delfinen fing es wie aus Kübeln an zu regnen, aber sobald die Delfine in Sicht waren kam die strahlende Sonne wieder zum Vorschein.
Delfine sind faszinierende Tiere. Völlig unbeeindruckt von unserer Anwesenheit schwammen sie um das Boot herum. Leider sind sie nicht so schön gesprungen, wie man es sich vorstellt.
Fotos waren auch sehr schwierig. Zum einen war das Boot sehr voll, zum anderen ist Flipper ziemlich schnell unterwegs, so dass mir leider kein wirklich gutes Bild gelungen ist. Schade!
Zum Glück gab es zwischendurch Rum zu trinken, damit konnte ich die fehlenden Bilder einigermaßen kompensieren.

Das anschließende Schnorcheln im Kristallklaren Wasser war toll allerdings waren nicht die versprochenen Fische und Quallen (Medusen) unterwegs. Außer eine, die pennt gerade in der Hängematte neben mir ;-P

Schnorcheln Schnorcheln

Schnorchler Schnorchler Gun

Auf der Rückfahrt haben wir uns lange mit dem 24 jährigen Kapitän des Schiffes unterhalten, ein verrückter, aber sehr netter Kreole, der alles von uns wissen wollte.
Jetzt sind wir zurück und ziemlich erledigt, deshalb schließt sich das (B)Logbuch für heute.

Ok, nur zum Beweis:

Flipper Flipper

 

3. August

News from the front: Mel befindet sich in einem blutigen Kampf mit den hiesigen Moskitos. Auf Seiten der Moskitos sind schwerwiegende Vergiftungen durch Antibrumm-Forte sowie zahllose Todesopfer zu verzeichnen, darunter auch unbeteiligte Zivilisten-Mücken, die gerade auf der Flucht vor der Klimaanlage waren.
Mel mäht sie wie in einem Blutrausch nieder. GOOD MORNING MARTINIQUE!!!

Der Einsatz von modernen C-Waffen wird noch intensiviert duch die Anschaffung von OFF, das wir gleich beim Supermarkt erstehen werden. Chemiekeule pur und in Deutschland nicht erhältlich. Ich hoffe Mel überlebt den Einsatz 😉

Ich habe meinen Tag als Kriegsberichterstatter und Kolibrijäger verbracht, kann aber bei Letzterem keine großen Fortschritte vermelden. Eine neue Strategie mittels Funkfernauslöser und viel Geduld soll bald Ergebnisse bringen. Mel meint es wäre so langweilig wie Angeln, da ich stundenlang mit dem Auslöser in der Hand aus sicherer Entfernung auf die auferwählte Blüte starre, ich bin der Meinung es ist sogar so langweilig wie beim Angeln zuschauen… Aber ich will dieses Bild; unbedingt!!

Ansonsten waren wir gerade wieder an unserem Hausstrand in Les anses d’arlet, dieser ist einfach nur wunderschön, da man dort essen, baden, schnorcheln oder einfach nur chillen kann und das alles 300 Meter von unserer Haustür entfernt…

 

Chillin' Chillin‘ in the Hammock

 

4. August

Vom heutigen Tage gibt es mal wieder wenig zu berichten, aber für Anke gebe ich mir Mühe bei der Langfassung. Damit es wieder mehr zu berichten gibt haben wir bei Brigitte (gesprochen: Bri’jit) in Pointe du Bout für Donnerstag eine Tagestour mit dem Jeep in den Norden von Martinique gebucht. 7:45 Uhr geht es los zusammen mit 4 weiteren Touristen und unserem englischsprachigen Guide Eric (Betonung auf dem ‚i‘!)
Wir werden im Herzen des Regenwaldes Vegetation und Wasserfälle bewundern, Bananen-, Zuckerrohr- und Ananasplantagen besichtigen, Mittags kreolisch bekocht mit Fisch und Fleisch und als Abschluss die noch aktive Rum-Destillerie Saint-James besichtigen (inkl. Verkostung – wer fährt dann eigentlich zurück?!?) an die ein Museum angeschlossen ist.
Um 17:00 Uhr sind wir zurück. Bin gespannt.

Nach dem Buchen sind wir in Pointe du Bout noch kurz an den Strand gegangen und haben dort die Coco-Bar entdeckt, die auf Stelzen im Wasser steht. Diese hatte ich schon im Reiseführer gesehen. Also sind wir frohen Mutes über den Steg spaziert bis uns der Barkeeper darauf aufmerksam machte, dass geschlossen ist.
WARUM? ist die Coco-Bar Diestag Nachmittag um 16:15 Uhr geschlossen? Und die nächste Frage: Hat sie noch geschlossen oder schon geschlossen?!
Vielleicht fehlt uns noch der karibische Rythmus. Wir arbeiten daran. Immerhin gehören wir als Personen die um 22:00 Uhr ins Bett gehen und morgens zwischen 7 und 8 Uhr aufstehen sowohl zu den Nachtschwärmern, als auch zu den Langschläfern auf Martinique.
Das kann ja was werden mit dem Jetlag bei unserer Rückkehr… 😉

Zumindest haben wir direkt neben der Coco-Bar einen Jet-Ski Verleih gefunden, der relativ humane Preise hat. Das heißt, dieses Jahr machen wir es wirklich! (wahrscheinlich… ;-))

Kleiner Tipp für die Daheimgebliebenen: Schweppes Kokusnuss schmeckt eiskalt einfach köstlich! Kann natürlich sein, dass es diese Sorte nur ein Ländern gibt, wo einem eine solche Nuss auf die Birne fallen kann…

Den heutigen Vormittag habe ich wieder mit der Kolibrijagt verbracht – NO COMMENT!
Für manche Sachen ist das Leben (und insbesondere ein Karibikurlaub) einfach zu kurz!

Coco-Bar Coco-Bar

 

5. August

Frisch aus den Restaurant L’escale in Grande Anse zurück sind wir seelig satt und müde, morgen geht’s früh los auf unsere Urwald Tour etc.
Das Restaurant ist absolut zu empfehlen. Es gab leckeren Thunfisch-Burger mit Gemüse und Pommes, vorweg mal wieder einen Ti Punch, diesmal mit Zucker statt Sirup – nächstes Mal wieder mit Sirup 😉

Der Tag war monströs chillig auf der Terrasse, viel gelesen und weiter den bockigen Kolibri gejagt. Ich habe aber erste Erfolge verzeichnen können, da ich jetzt weiß, wann und wo die flinken kleinen Scheißer sich zum Nektar schlemmen versammeln.
Noch sind 11 Tage Zeit, ich werde es schaffen!

Mel hat die OFF-Anwendung bis jetzt überlebt und leidet erstmal nur noch unter alten Wunden, die hoffentlich bald Geschichte sind. Warun sind eigentlich die Saurier und nicht die Mücken ausgestorben? Nicht, dass ich lieber einen T-Rex unterm Moskitonetz hätte, aber trotzdem…

Gute Nacht aus der Karibik mit dem Bild eines Kolibris von heute Nachmittag.

Kolibri Kolibri ca. 8 cm groß

 

6. August

Was für ein langer und schöner Tag! Wir sind um viertel nach sechs aufgestanden und recht zügig in Richtung Supermarkt ‚Carrefour‘ in Rivière Salée gefahren.
Für gleiche Streckenlänge braucht man nach zwei Wochen Übung nur noch halb so lange, da man entweder lebensmüde oder routinierter bei der Bewätigung ‚Der Serpentine‘ wird, wie ich das Straßennetz auf Martinique liebevoll zu nennen pflege.

Also waren wir wieder mal zu früh, der Parkplatz war noch abgesperrt und wir mussten anderswo parken.
Mit karibischer Pünktlichkeit – 20 Minuten zu spät 😉 – kam der 4×4 riesen Toyota auf den Parkplatz gerollt.

Unsere Truppe: Drei Generationen einer französischen Familie. Eleonore mit Tochter und Enkel. Die Tochter wohnt einen Katzensprung von Saint-Nazaire entfernt an der französischen Antlantikküste. Dort waren wir vor drei Jahren mit Chrissi und Markus. So ein Zufall… Der deutsche U-Boot Bunker von Saint-Nazaire kann in meiner Galerie bewundert werden 😉
Letztes Mitglied im Riesen-Toyota: Unser Guide Eric. („For the men: Eric, for the ladies: Rico“) Alter Macho! 😉

Es war eine ganz fantastische Tour durch die ‚grüne Hölle‘ von Martinique. Über viele Nebenstraßen und unbefestigte Schotterpisten ging es manchmal steiler bergauf als zu unserem Feriendomizil. Ich vermute so ein 4×4 Riesen-Toyota tankt pures Testosteron!
Unterwegs haben wir so ziemlich alles über Zucker- und Rumproduktion, sowie Flora und Fauna der Insel erfahren. Auf meine Nachfrage erklärte mir Rico ähhh Eric unter Anderem, dass der Goliathkäfer gar nicht so groß ist, wie ich im Internet recherchiert hatte…
Wir hielten oft an um Blumen oder Früchte zu bewundern, und Eric sprag ständig kurz aus dem Auto, um letztere einzusammeln und im Kofferaum zu verstauen.
Als wir an einer Ananas-Pflanze anhielten war Mel völlig aus dem Häuschen. „SO wachsen die?!?“ 😉 Hätten wir das auch geklärt…

"Meine erste wilde Ananas" „Meine erste wilde Ananas“

Es ging durch riesige Bananenplantagen, wo uns alles über die verschiedenen Sorten und Reifegerade erklärt wurde. Wusste hier jemand, dass man Bananen, wenn sie noch komplett grün sind kochen kann, und sie dann die Konsistenz von mehlig kochenden Kartoffeln bekommen und gar nicht mehr nach Banane schmecken, sondern eher nach Süßkartoffel?! Siehste!

Unterwegs sahen wir immer wieder die Autowracks am Straßenrand, die so langsam von der Natur verschluckt werden. Bestes Motiv: Ein uralter Pritschenwagen, vermutlich aus den 60ern, der komplett von Efeu bewachsen war. Den haben wir leider nur im Vorbeifahren gesehen und nicht fotografieren können.

Autowrack Autowrack

Nach den Bananen ging es über Straßen, die nur mit einem Führer befahren werden dürfen, mitten in den Regenwald. Absolut eindrucksvoll! Riesen Bäume und ein allumfassendes GRÜN!
Mitten im Regenwald haben wir dann die unterwegs eingesammelten Früchte verkostet. Natürlich Bananen, Sternfrucht, zwei Mangoarten, Passionsfrucht, Kokusnuss usw. Die Kokusnuss wurde fachmännisch von Erik mit einer von der Größe zum Toyota passenden Machete geöffnet. Schmackofatz! Das wächst hier alles vor der Haustür.

Picknick im Regenwald Picknick im Regenwald

Vom Picknick im Regenwald ging es über Stock und Stein weiter zur nächsten Station, der Rumbrennerei ‚Saint James‘. Sehr überzeugender Auftritt – insbesondere die Degustation war ein voller Erfolg! 😉 Leider haben wir die 23 Kilo Gepäck schon voll, deshalb können wir nur sehr begrenzte Mengen des karibischen Feuerwassers mitbringen. Ach so, Leiter der Führung durch das Brennereimuseum und Rumexperte bei der Verkostung war ebenfalls unser Führer Eric. Sein Kommentar: „I do everything! 😉

Leicht angebrütet ging die Reise weiter in ein kleines kreolisches Dorf, wo wir in den privaten vier Wänden einer begnadeten kreolischen Köchin zu Mittag gegessen haben. Es gab als Vorspeise Gemüse-Accras (diese frittierten Bällchen) mit einer pikanten Kürbissoße, dann Reis, Fisch, Hühnchen, Kochbananen, grüne Bananen, Süßkartoffeln, und und und. Zum Nachtisch flambierte Banane im Teigmantel.
Die Gespräche am Mittagstisch wurden duch die sprachliche Barriere nicht weniger witzig. Eleonore, die in den 60ern ein Jahr in Leipzig gelebt hat, sprach noch ein wenig Deutsch und Mel und ich noch viel viel weniger Französisch. Als Erstes erklärte Eric, dass das Wort ‚coco‘ nur dann Kokusnuss bedeutet, wenn noch ein Wort davor oder danach kommt. Coco-Bar zum Beispiel. Ansonsten ist es ein kreolisches Wort für den Johannes eines Mannes. Keine Ahnung wie viele Menschen auf Martinique uns deshalb für vulgäre deutsche Touristen halten. Egal! 😉
Ich habe dem Tisch dann auf Anfrage das Wort ‚Schniepel‘ beigebracht, was zur allgemeinen Erheiterung sorgte. Besonders bei Mel, die sich immer noch fragt, wie ich genau auf diese Bezeichnung gekommen bin…

Zum Nachtisch gesellte sich ein weiterer Gast zu uns – Max! Wer das ist, kann dem Bild entnommen werden. Man konnte ihn fast streicheln. Hätte nicht gedacht, dass die Tiere zahm werden können.

Max die Echse Max die Echse

Nach gebührender Verabschiedung von unserer Köchin ging es nochmal in den Regenwald zu einem kleinen Wasserfall, der allerdings touristisch ziemlich überlaufen war. Es war trotzdem schön.

Don't be a Tourist Don’t be a Tourist

Der Rückweg wurde durch den ekelhaft zähen Verkehr um Fort de France in die Länge gezogen und die Gespräche im Auto verstummten so langsam. Alle waren müde.
Um kurz vor sieben waren wir wieder am Auto und froh als wir wieder zu Hause waren.

Was für ein perfekter Tag!!! Vielen Dank Eric, Rico oder wie du wirklich heißen magst… 😉

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